Kognitive und neurologische Vorteile
Studie: Roschel, H.; Gualano, B.; Ostojic, S.M.; Rawson, E.S. (2021) Creatine Supplementation and Brain Health.
Zusammenfassung: Diese Übersichtsarbeit beleuchtet mögliche Auswirkungen von Kreatin auf die Gehirngesundheit. Kreatin ist für seine Vorteile für die Muskulatur bekannt, könnte aber auch kognitive Funktionen verbessern, insbesondere bei akuter Belastung (intensiver Sport, Schlafmangel) oder chronischen Erkrankungen und Beschwerden (leichte Schädel-Hirn-Traumata, Alterungsprozesse, Alzheimer, Depressionen).
Link: https://doi.org/10.3390/nu13020586
Studie: Kious, B.M.; Kondo, D.G.; Renshaw, P.F. (2019) Creatine for the Treatment of Depression
Zusammenfassung: Diese Übersichtsarbeit untersucht das Potenzial von Kreatin als ergänzende Behandlung bei Depressionen, insbesondere wenn herkömmliche Behandlungen nicht anschlagen. Die Autoren verweisen auf Erkenntnisse aus der bildgebenden Hirnforschung, Genetik, Epidemiologie und aus Tierversuchen. Diese legen nahe, dass eine Störung des Energiestoffwechsels im Gehirn eine zentrale Rolle bei der Entstehung und Aufrechterhaltung depressiver Störungen spielen könnte. Kreatin könnte als Nahrungsergänzungsmittel, das die Energieproduktion und -regulierung im Gehirn verbessern kann, diesen Veränderungen entgegenwirken. Erste klinische Studien deuten auf eine vielversprechende antidepressive Wirkung hin und eröffnen Perspektiven für neue Therapieansätze, die andere physiologische Mechanismen als bisherige Behandlungen ansprechen.
Link:https://doi.org/10.3390/biom9090406
Hormonsystem
Studie: Smith-Ryan, A.E.; Cabre, H.E.; Eckerson, J.M.; Candow, D.G. (2021) Creatine Supplementation in Women’s Health: A Lifespan Perspective.
Zusammenfassung: Diese Übersichtsarbeit untersucht die Auswirkungen einer Kreatinsupplementierung bei Frauen unter Berücksichtigung hormoneller Veränderungen im Laufe des Lebens (Menstruationszyklus, Schwangerschaft, Zeit nach der Geburt, Wechseljahre). Frauen haben von Natur aus geringere Kreatinspeicher als Männer, weshalb eine Supplementierung für sie besonders vorteilhaft sein kann. Bei Frauen vor den Wechseljahren verbessert Kreatin die Kraft und körperliche Leistungsfähigkeit. Bei Frauen nach den Wechseljahren kann es die Muskelmasse erhöhen, die Knochengesundheit verbessern (vor allem in Verbindung mit Krafttraining) und sich positiv auf Stimmung und kognitive Fähigkeiten auswirken. Kreatin scheint zudem die Energieversorgung des Gehirns zu unterstützen und ein günstiges Umfeld für Nervenzellen zu fördern.
Link: https://doi.org/10.3390/nu13030877
Studie: Muccini, A.M.; Tran, N.T.; de Guingand, D.L.; Philip, M.; Della Gatta, P.A.; Galinsky, R.; Sherman, L.S.; Kelleher, M.A.; Palmer, K.R.; Berry, M.J.; Walker, D.W.; Snow, R.J.; Ellery, S.J. (2021) Creatine Metabolism in Female Reproduction, Pregnancy and Newborn Health
Zusammenfassung: Diese Übersichtsarbeit untersucht die Rolle des Kreatinstoffwechsels für das weibliche Fortpflanzungssystem, die Schwangerschaft und die Gesundheit Neugeborener. Über das Kreatinkinase-System spielt Kreatin eine entscheidende Rolle bei der Produktion und Regulierung von zellulärem ATP, insbesondere in Geweben mit hohem Energiebedarf. Der Artikel hebt seine Bedeutung für die Fruchtbarkeit, die Funktion der Plazenta und die Entwicklung des Fötus hervor. Präklinische Studien deuten darauf hin, dass eine Kreatinsupplementierung der Mutter während der Schwangerschaft den Fötus vor Schäden durch Sauerstoffmangel schützen könnte, insbesondere im Gehirn.
Link:https://doi.org/10.3390/nu13020490
Muskelgesundheit und Leistungsfähigkeit
Studie: Wax, B.; Kerksick, C.M.; Jagim, A.R.; Mayo, J.J.; Lyons, B.C.; Kreider, R.B. (2021) Creatine for Exercise and Sports Performance, with Recovery Considerations for Healthy Populations.
Zusammenfassung: Diese wissenschaftliche Übersichtsarbeit untersucht die Auswirkungen von Kreatin auf die sportliche Leistung, die Anpassung an das Training und die Regeneration. Die Einnahme von Kreatin gilt weithin als leistungsfördernd bei kurzen, intensiven Belastungen wie Sprints oder Krafttraining, da sie die ATP-Resynthese erhöht. Sie fördert außerdem den Aufbau fettfreier Masse, die Schnellkraft, die Maximalkraft und die Regeneration nach dem Training, indem sie Muskelschäden verringert.
Link:https://doi.org/10.3390/nu13061915
Studie: Ribeiro, F.; Longobardi, I.; Perim, P.; Duarte, B.; Ferreira, P.; Gualano, B.; Roschel, H.; Saunders, B. (2021) Timing of Creatine Supplementation around Exercise: A Real Concern?Zusammenfassung: Diese Übersichtsarbeit untersucht, ob der Zeitpunkt der Kreatineinnahme rund um das Training die Zuwächse bei Leistung und Muskelmasse tatsächlich beeinflusst. Obwohl Kreatin für seine leistungssteigernde Wirkung weithin anerkannt ist, vergleichen neuere Studien die Einnahme vor, während und nach dem Training. Einige Daten deuten darauf hin, dass die Einnahme von Kreatin nach dem Training bessere Ergebnisse liefern könnte. Aufgrund unterschiedlicher Methoden und noch unzureichend verstandener physiologischer Mechanismen ist die Beweislage jedoch begrenzt. Der Artikel beleuchtet diese neueren Forschungsarbeiten und erörtert, welche Bedeutung der Einnahmezeitpunkt für eine Supplementierungsstrategie zur Optimierung der muskulären Vorteile tatsächlich hat.
Link:https://doi.org/10.3390/nu13082844
Zellgesundheit und Alterung
Studie: Bonilla, D.A.; Kreider, R.B.; Stout, J.R.; Forero, D.A.; Kerksick, C.M.; Roberts, M.D.; Rawson, E.S. (2021) Metabolic Basis of Creatine in Health and Disease: A Bioinformatics-Assisted Review
Zusammenfassung: Diese wissenschaftliche Übersichtsarbeit nutzt bioinformatische Werkzeuge, um die Rolle von Kreatin im Zellstoffwechsel eingehend zu untersuchen. Sie verdeutlicht die Bedeutung des Kreatinkinase-Phosphokreatin-Systems (CK/PCr) für die intrazelluläre Energieversorgung. Der Artikel beschreibt, wie Kreatin in die Zellen transportiert wird, wie es sich in verschiedenen Geweben verteilt und wie es grundlegende Zellfunktionen wie Überleben, Wachstum, Vermehrung und Beweglichkeit unterstützt. Den Autoren zufolge fungiert das CK/PCr-System als dynamischer Biosensor, der schnell und gezielt auf den Energiebedarf reagieren kann. Störungen dieses Systems können zu verschiedenen Erkrankungen beitragen; eine Kreatinsupplementierung könnte bei mehreren Krankheitszuständen schützend wirken.
Link:https://doi.org/10.3390/nu13041238
Studie: Bonilla, D.A.; Kreider, R.B.; Stout, J.R.; Forero, D.A.; Kerksick, C.M.; Roberts, M.D.; Rawson, E.S. (2021) Metabolic Basis of Creatine in Health and Disease: A Bioinformatics-Assisted Review
Zusammenfassung: Diese wissenschaftliche Übersichtsarbeit untersucht mithilfe bioinformatischer Werkzeuge und öffentlicher Datenbanken die grundlegende Rolle von Kreatin im Zellstoffwechsel. Sie betrachtet eingehend das Kreatinkinase-Phosphokreatin-System (CK/PCr) und seine Bedeutung für die Aufrechterhaltung des intrazellulären Energiegleichgewichts. Dieses System spielt eine entscheidende Rolle für das Überleben, Wachstum, die Vermehrung, Differenzierung und Beweglichkeit von Zellen, indem es schnell und gezielt auf den Energiebedarf reagiert. Die Autoren beschreiben außerdem, wie Kreatin in die Zellen transportiert wird, wie es sich in Geweben mit hohem Energiebedarf verteilt und wie es als dynamischer Biosensor wirkt. Der Artikel legt nahe, dass Störungen des Kreatinstoffwechsels zur Entstehung verschiedener Krankheiten beitragen können und eine Supplementierung in manchen Fällen eine schützende Rolle spielen könnte.
Link:https://doi.org/10.3390/nu13041238
Knochen- und Gelenkgesundheit
Studie: Candow, D.G.; Forbes, S.C.; Kirk, B.; Duque, G. (2021) Aktuelle Erkenntnisse und mögliche künftige Anwendungen der Kreatineinnahme bei älteren Erwachsenen
Zusammenfassung: Diese Übersichtsarbeit analysiert die Auswirkungen der Einnahme von Kreatin bei älteren Menschen, insbesondere in Kombination mit Krafttraining. Die Ergebnisse zeigen Vorteile für Muskelmasse, Kraft, Knochendichte, Körperzusammensetzung und körperliche Leistungsfähigkeit bei gesunden älteren Erwachsenen. Sie beleuchtet außerdem den Zusammenhang zwischen Sarkopenie und anderen altersbedingten Erkrankungen wie Osteoporose, Osteosarkopenie und sarkopenischer Adipositas sowie Gebrechlichkeit. Die Autoren fordern weitere Forschung, um das potenzielle therapeutische Nutzen von Kreatin bei krankhaften Alterungsprozessen besser zu verstehen.
Link:https://doi.org/10.3390/nu13030745
Studie: Forbes, S.C.; Candow, D.G.; Ostojic, S.M.; Roberts, M.D.; Chilibeck, P.D. (2021) Metaanalyse zur Bedeutung verschiedener Einnahmestrategien für Kreatin hinsichtlich fettfreier Körpermasse und Kraft bei älteren Erwachsenen
Zusammenfassung: Diese aktualisierte Metaanalyse bewertet die Wirkung verschiedener Strategien zur Kreatineinnahme bei älteren Erwachsenen, die Krafttraining betreiben. Die Ergebnisse zeigen, dass Kreatin im Vergleich zu Placebo im Allgemeinen die fettfreie Muskelmasse und die Kraft steigert – unabhängig von Dosis oder Einnahmehäufigkeit. Sekundäranalysen zeigen, dass eine Ladephase mit anschließender niedrigerer Tagesdosis die Kraft beim Bankdrücken signifikant verbessert. Höhere Dosen, mit oder ohne Ladephase, verbessern auch die Kraft bei der Beinpresse. Zudem verbessert die Einnahme von Kreatin ausschließlich an Trainingstagen ebenfalls Muskelmasse und Kraft. Diese Daten bestätigen den Nutzen von Kreatin für ältere Menschen und verdeutlichen zugleich, welchen Einfluss das Dosierungsschema auf die Ergebnisse hat.
Link:https://doi.org/10.3390/nu13061912
Herz-Kreislauf- und Stoffwechselgesundheit
Studie: Kreider, R.B.; Kerksick, C.M.; Willoughby, D.S.; Collier, S.R.; Cooke, M.B.; Thomas, D.T. (2022) Häufige Fragen und Irrtümer zur Kreatineinnahme: Was zeigen die wissenschaftlichen Erkenntnisse wirklich? (Teil I & II)
Zusammenfassung: Diese beiden Artikel befassen sich mit verbreiteten Irrtümern über Kreatin, etwa einer angeblichen Nierenschädlichkeit oder einem Zusammenhang mit Dehydrierung oder Haarausfall. Die Autoren liefern wissenschaftliche Belege, die diese Mythen widerlegen, und bestätigen, dass Kreatinmonohydrat eines der sichersten und wirksamsten Nahrungsergänzungsmittel ist – auch bei langfristiger Einnahme. Außerdem erläutern sie Empfehlungen zur Dosierung und Einnahmedauer, zu den Zielgruppen (insbesondere Jugendliche, Frauen und ältere Menschen) sowie zu den verfügbaren Kreatinformen.
Link (Teil I):https://doi.org/10.3390/nu14142942
Link (Teil II):https://doi.org/10.3390/nu14163360
Energiestoffwechsel
Studie: Kreider, R.B.; Jäger, R.; Purpura, M. (2022) Bioverfügbarkeit, Wirksamkeit, Sicherheit und regulatorischer Status von Kreatin und verwandten Verbindungen: eine kritische Übersichtsarbeit.
Zusammenfassung: Diese kritische Übersichtsarbeit untersucht die Bioverfügbarkeit, Wirksamkeit, Sicherheit und den regulatorischen Status verschiedener Kreatinformen. Dabei hebt sie Kreatinmonohydrat (CrM) als die am besten untersuchte und zuverlässigste Form hervor. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass CrM nach wie vor die einzige Form ist, für deren Sicherheit, Wirksamkeit und Bioverfügbarkeit belastbare Belege vorliegen.
Link:https://doi.org/10.3390/nu14051035
Studien zu Kreatin
Die nachstehend aufgeführten wissenschaftlichen Studien dienen ausschließlich Informations- und akademischen Zwecken. Sie stellen keinesfalls gesundheitsbezogene Angaben oder medizinische Ratschläge dar.
Sie beziehen sich auf die Inhaltsstoffe und nicht speziell auf unsere Produkte, gemäß den geltenden Vorschriften (Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über gesundheitsbezogene Angaben).












