Erfahren Sie in diesem Artikel, welche Rolle Kupfer und Vitamin C bei der Kollagensynthese spielen.
Über das Kollagen, das wir einnehmen, wird viel gesprochen. Über das Kollagen, das der Körper selbst bildet, dagegen recht wenig. Dabei produziert Ihr Körper ständig eigenes Kollagen – sofern er die richtigen Hilfsmittel dafür hat. Zwei Nährstoffe spielen dabei eine Rolle: Vitamin C und Kupfer. Ohne sie ist die Kollagenbildung beeinträchtigt. Doch welche Rolle spielen diese Kofaktoren bei der Kollagensynthese? Wir erklären es Ihnen.
Dieser Artikel in Kürze
Der Körper bildet fortlaufend eigenes Kollagen. Diesen Vorgang nennt man Kollagensynthese.
Für diese Bildung werden Kofaktoren benötigt, darunter Vitamin C und Kupfer.
Da Vitamin C in Lebensmitteln enthalten ist, kann reines Kollagen ausreichen; eine angereicherte Formel ist für ein gezieltes Ziel sinnvoll.
Was ist Kollagensynthese?
Die Kollagensynthese ist einfach die Bildung von Kollagen durch Ihren Körper. Ihre Zellen setzen ständig neue Kollagenfasern aus Aminosäuren zusammen. Das ist ein natürlicher, kontinuierlicher Prozess, der Haut, Knochen, Sehnen und das gesamte Gewebe erhält. Dieser Prozess bleibt jedoch nicht immer gleich: In jungen Jahren ist er aktiv, mit zunehmendem Alter verlangsamt er sich. Ab dem 25. Lebensjahr nimmt die Kollagensynthese ab, was die allmähliche Hautalterung erklärt. Dennoch lässt sich dieser Prozess unterstützen – sowohl durch die Ausgangsstoffe, die Aminosäuren, als auch durch die Hilfsmittel, mit denen sie zusammengesetzt werden. Diese Hilfsmittel sind die Kofaktoren.
Was sind Kofaktoren?
Ein Kofaktor ist ein Stoff, den eine Reaktion im Körper benötigt, um abzulaufen. Ohne ihn kann die Reaktion nicht richtig stattfinden, selbst wenn alle anderen Bestandteile vorhanden sind. Man kann ihn sich als unverzichtbares Werkzeug in einem Herstellungsprozess vorstellen. Stellen Sie sich vor, Sie hätten alle Ziegelsteine für eine Mauer, aber weder Mörtel noch Kelle. Die Ziegelsteine allein reichen nicht. Der Kofaktor ist Mörtel und Kelle zugleich: Er ermöglicht es, die Materialien zusammenzufügen. Bei der Kollagensynthese sind die Aminosäuren die Ziegelsteine, während bestimmte Nährstoffe – darunter Vitamin C und Kupfer – als unverzichtbare Hilfsmittel dienen.
Vitamin C ist für die Kollagenbildung im Körper unverzichtbar. Ohne eine ausreichende Zufuhr kann der Körper seine Kollagenfasern nicht richtig zusammensetzen. Vitamin C trägt somit zu einer normalen Kollagenbildung bei. Kupfer wiederum spielt eine Rolle für die Festigkeit und Struktur des Gewebes. Es trägt zur Erhaltung von normalem Bindegewebe bei. Dazu gehören Haut, Sehnen, Bänder und Knorpel. Zusammen unterstützen Vitamin C und Kupfer somit die Bildung und Qualität des körpereigenen Kollagens.
Sollten Sie reines Kollagen oder Kollagen mit Kofaktoren wählen?
Diese Frage stellt sich beim Kauf durchaus! Tatsächlich gibt es aber keine allgemeingültige Antwort: Welche Wahl richtig ist, hängt von Ihrer Situation ab. Die gute Nachricht zuerst: Vitamin C ist in vielen Lebensmitteln enthalten. Zitrusfrüchte, Paprika, Kiwis und Beeren liefern reichlich davon. Wenn Ihre Ernährung genügend Vitamin C liefert, steht Ihrem Körper dieser wichtige Kofaktor bereits zur Verfügung. In diesem Fall kann reines Kollagen ohne Zusätze völlig ausreichen. Sie führen Kollagen zu, und Ihre Ernährung liefert das Vitamin C.
Mit Kofaktoren angereichertes Kollagen kann dennoch sinnvoll sein. Es gewährleistet die Vitamin-C-Zufuhr zum Zeitpunkt der Einnahme, was beruhigend sein oder für Menschen geeignet sein kann, die an ihrer ausreichenden Versorgung zweifeln. Vor allem ist eine umfassendere Formel bei einem gezielten Anliegen sinnvoll. Geht es beispielsweise um den Gelenkkomfort, hilft eine Formel mit Kollagen, Vitamin C, Kurkuma, Hyaluronsäure und Kupfer, die Gesundheit von Gelenken und Knochen zu unterstützen – was reines Kollagen allein nicht leistet. Die Wahl hängt also von Ihrem Ziel ab: reines Kollagen der Einfachheit halber, wenn Ihre Ernährung die nötigen Nährstoffe liefert, oder eine angereicherte Formel für einen gezielten Ansatz.
Das Kollagen, das Ihr Körper selbst bildet, ist genauso wichtig wie das, das Sie einnehmen. Für diese Bildung braucht er Hilfsmittel. Vitamin C und Kupfer sind solche Hilfsmittel: Kofaktoren, ohne die die Kollagensynthese nicht richtig abläuft. Braucht es deshalb angereichertes Kollagen? Nicht immer. Da Vitamin C in Lebensmitteln enthalten ist, kann reines Kollagen ausreichen, wenn Sie sich ausgewogen ernähren. Eine umfassendere Formel, die diese Kofaktoren mit weiteren Nährstoffen kombiniert, kann für ein breiteres Ziel sinnvoll sein. Entscheiden Sie anhand Ihrer Ernährung und Ihres Ziels. Wichtig ist: Kollagen wirkt nie allein.
Häufig gestellte Fragen
Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung im Körper bei. Eine ausreichende Zufuhr ist daher notwendig, damit die an der Synthese von Kollagenfasern beteiligten Prozesse richtig ablaufen.
Ja. Kupfer trägt zur Erhaltung von normalem Bindegewebe bei. Zu dieser Gewebefamilie gehören unter anderem Haut, Sehnen, Bänder und Knorpel.
Das kann sinnvoll sein. Eine zusätzliche Einnahme ist jedoch nicht grundsätzlich nötig, wenn die Ernährung den Vitamin-C-Bedarf bereits ausreichend deckt. In diesem Fall kann ein Nahrungsergänzungsmittel mit reinem Kollagen geeignet sein.
Reines Kollagen kann ausreichen, wenn Ihre Ernährung genügend Vitamin C und andere notwendige Nährstoffe liefert. Eine angereicherte Formel kann für ein umfassenderes Ziel sinnvoll sein, da sie mehrere ergänzende Nährstoffe kombiniert.
Vitamin C ist unter anderem in Zitrusfrüchten, Paprika, Kiwis und Beeren enthalten. Kupfer findet sich unter anderem in Meeresfrüchten, Nüssen, Hülsenfrüchten und Kakao.
Mitgründer von Humble+
Romain Quillot
Seit 2019 widme ich meine Expertise der Wissenschaft des "gesunden Alterns". Als Pionier der funktionellen Ernährung in Frankreich habe ich Humble+ mit einer klaren Mission mitgegründet: die fortschrittlichsten Langlebigkeitsprotokolle für alle zugänglich zu machen.